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Katzmann, Fritz (eigentlich Friedrich)

SS-Gruppenfüher (1944) und Generalleutnant der Polizei

 * 06.05.1906 Langendreer/Bochum als Sohn eines Bergarbeiters. Tischler. 1928 SA/NSDAP, 1930 SS. 1934 hauptamtlich SS-Führer. November 1939 SS- und Polizeiführer (SSPF) in Radom. Juli 1941 SSPF Galizien mit Sitz in Lemberg. 20.04.1943 Höherer SS- und Polizeiführer Weichsel (Danzig-Westpreußen). MdR, Beisitzer am Volksgerichtshof. Katzmann-Bericht vom 30.06.1943: "Der Distrikt Galizien ist damit, bis auf die Juden, die sich in den unter Kontrolle des SS- und Polizeiführers stehenden Lagern befinden, judenfrei ... Nur durch persönliches Pflichtbewußtsein jedes einzelnen Führers und Mannes ist es gelungen, dieser Pest in kürzester Frist Herr zu werden." Nach 1945 unentdeckt unter dem Namen Bruno Albrecht in Darmstadt. gest. am 19.09.1957. Lit.: Pohl.

  in den Texten:

 - Lemberg

 

 

Klehr, Josef

Sanitätsdienstgrad (SDG) und SS-Oberscharführer

 

 * 17.10.1894 Langenau in Oberschlesien. Tischler. 1932 NSDAP/SS. 1934 Pfleger der Landesheilanstalt Leubus in Oberschlesien. 1938 Hilfswachtmeister im Zuchthaus Wehlau. 1939 Wachdienst Buchenwald, 1940 SDG Dachau, ab Oktober1941 in Auschwitz. Laut Zeugen soll er mehrere tausend Häftlinge aus Selbstherrlichkeit mit Phenol abgespritzt haben. Klehr mordete allein am Heiligabend 1942 zweihundert Häftlinge mit Phenolspritzen. Am 20.08.1965 vom LG Frankfurt a.M. zu lebenslang Haft verurteilt.

 - Schwester Maria · Engel von Auschwitz

 - Das Fritz Bauer Institut

 

 

Klopfer, Gerhard

Staatssekretär und Stellvertreter Bormanns in der Parteikanzlei (November 1942)

* 18.02.1905 Schreibersdorf in Schlesien als Landwirtssohn. Jurist. 1927 Promotion in Jena, danach Richter, April. April 1933 NSDAP/SA. Dezember 1933 im Preußischen Landwirtschaftsministerium unter Darré, Dezember 1934 bei Gestapo. April 1935 im Stab der Dienststelle Stellvertreter des Führers. Juli 1935 SS, zuletzt Gruppenführer (1944), Führer im SD-Hauptamt. Im Polizeirechtsausschuß der von Hans Frank gegründeten Akademie für Deutsches Recht. 1941 Ministerialdirektor. Teilnehmer der Wannseekonferenz am 20.01.1942 über die Endlösung der Judenfrage. Internierung bis Anfang 1949, als minderbelastet entnazifiziert. Ab 1956 Rechtsanwalt in Ulm. 1962 Einstellung Ermittlungsverfahren. gest. am 29.01.1987 Ulm. Todesanzeige der Familie: "Nach einem erfüllten Leben zum Wohle aller, die in seinem Einflußbereich waren." Lit.: Longerich.

 in den Texten:

- Die Sprache der Wannseekonferenz 20.Januar 1942


 

 

Knott, Otto Karl

SS-Unterscharführer

Vor dem Landgericht Hamburg wurde 1950 gegen zwei Angeklagte wegen der Misshandlung und Tötung von Häftlingen verhandelt. Nach der Revision vor dem Bundesgerichtshof 1951 erhielt ein Angeklagter eine zweijährige Haftstrafe, der andere wurde freigesprochen.

Gegen Paul Werner Hoppe, den ehemaligen Lagerkommandanten, und Karl Otto Knott, der in Stutthof die Vergasungen überwachte, wurde vor dem Landgericht Bochum Mitte der 1950er Jahre verhandelt. Der Verfahrensgegenstand umfasste die Vergasung Hunderter jüdischer Häftlinge und Tötungen unter anderem durch Genickschuss und Benzininjektionen. Knott wurde zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Hoppe, nachdem er vor dem Bundesgerichtshof 1956 in Revision gegangen war, erhielt statt der zunächst verhängten Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten nun neun Jahre Haftstrafe.

Vor dem Landgericht Tübingen wurde 1964 gegen Otto Haupt, Karl Otto Knott und Bernhard Luedtke verhandelt. Der Verfahrensgegenstand umfasste die Tötung von Häftlingen durch Misshandlung, Giftinjektionen und Erschießen sowie die Massentötung Hunderter jüdischer Häftlinge durch Erschießen und Vergasen – zusätzlich die Lebendverbrennung einer sowjetischen Majorin im Verbrennungsofen des Krematoriums. Das Landgericht Tübingen verurteilte am 22. Dezember 1964 Haupt zu zwölf Jahren und Luedtke zu sechs Jahren Freiheitsstrafe. Karl Otto Knott wurde freigesprochen.

 in den Texten:

- Die Vernichtungsstätte Stutthof

 

 

Koch, Erich

NSDAP-Gauleiter (GL)

 * 19.06.1896 Wuppertal als Sohn eines Werkmeisters. Eisenbahnbeamter. Freikorps. 1922 NSDAP. 1928 GL Ostpreußen. August 1933 Präses der ev. Provinzialsynode Ostpreußen. September 1933 Oberpräsident und Reichsverteidigungskommissar der Provins Ostpreußen, Sitz Königsberg. November 1941 zusätzlich Reichskommissar (Chef der Zivilverwaltung) der Ukraine mit Sitz in Rowno (Taschenbrockhaus). Angliederung der polnischen Bezirks Bialystock an Provinz Ostpreußen. Eigentümer von drei Residenzen in Groß-Friedrichberg, Hohemdorf und Buchendorf, luxuriöser Herrensitz mit Marmor aus Schweden auf Gut Krasne. Am 05.03.1943 Rede in Kiew (zit.n.Poliakov,Denker):"Wir sind ein Herrenvolk, das bedenken muß, dass der geringste deutsche Arbeiter rassisch und biologisch tausendmal wertvoller ist als die hiesige Bevölkerung". Die 1933 gegründete Erich-Koch-Stiftung erwarb über Strohmänner mehr als 100 Firmen (Textil, Holzverarbeitung), die 1944 einen Reingewinn von 30 Millionen Reichsmark abwarfen. Koch galt als der brutalste aller Gauleiter, sein Schreckensregiment wurde selbst in NS-Kreisen kritisiert. 1945 unter dem Namen Rolf Berger in Schleswig-Holstein angetaucht. Mai 1949 Festnahme durch brit. Militärpolizei. 1950 Auslieferung an Polen. Todesurteil wegen Beihilfe zum Mord an 400 000 Polen (seine Tätigkeit in der Ukraine war nicht Bestandteil des Verfahrens) am 09.03.1959. Urteil wegen Krankheit nicht vollstreckt. Die Ostkirchlichen Informationen, herausgegeben vom Ostkirchenausschuß der Ev. Kirche Deutschland (EKD), am 07.10.1986 zu Kochs 90. Geburtstag:"Aus einem frommen Wuppertaler Elternhaus stammend und durch CVJM-Mitgliedschaft geprägt, wollte er ... eine starke, einheitliche evangelische Kriche. Mit diesem Ziel konnte er der antikirchlichen Propaganda nach der Machtergreifung entgegentreten und sich anfangs sogar mit der Bekennenden Kirche Ostpreußen arrangieren." gest. am 12.11.1986 Gefängnis in Barczewo.

in den Texten:

- Białystok

 

 

Koch Ilse

genannt Hexe von Buchenwald

 

 * 22.09.1906 Dresden. 1932 NSDAP. Laut Kogon Stenotypistin in einer Zigarettenfirma. 1937 zweite Ehefrau des KZ-Kommandanten Koch. Inbegriff einer KZ-Kommandeuse. Am 14.08.1947 im Buchenwald-Hauptprozeß zunächst zu lebenslang Haft verurteilt, Entlassung Oktober 1949. Nach Protesten der amerikanischen Öffentlichkeit und auf Bitten des Militärgouverneurs Lucius D. Clay von deutschen Behörden verhaftet und 15.01.1951 vom LG Augsburg zu lebenslang Haft verurteilt. Suizid 02.09.1967 Gefängnis Aichach. Lit.: Artur L. Smith: Die Hexe von Buchenwald. Köln 1984.

 

  in den Texten: 

 

- Valeska Gert • Ein Genie: verkannt ► erkannt

 

 

 

Koppe, Wilhelm

SS-Obergruppenführer (1942) und General der Polizei

 * 15.06.1896 Hildesheim als Sohn eines Gerichtsvollziehers. Oberleutnant im I.Weltkrieg. 1930 NSDAP, 1931 SA, 1932 SS, 1933 SS-Standartenführer, MdR, 1934 SS-Führer Danzig. Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD Dresden. 1938 SD-Hauptamt. Ab Oktober 1939 Höherer SS- und Polizeiführer (HSSPF) Wartheland, Sitz in Posen, zugleich Beauftragter des Reichskommissars für die Festigung des deutschen Volkstums (Himmler), das heißt: Leiter der Umsiedlungsmaßnahmen. Koppe in Aussage vom 02.02.1960 (18 Js 52/60 OStA Bonn):"Unter Evakuierung war damals die physische Vernichtung der Juden zu verstehen." Koppe unterstand das Sonderkommando (Herbert) Lange, unter anderem zur Ermordung Geisteskranker im Warthegau eingesetzt. Verlangte von Sporrenberg pro ermordeten Kranken 10 Reichsmark (15 580 Reichsmark). Ab November 1943 HSSPF Ost (Generalgouvernement). Nach 1945 unter dem Namen Lohmann Direktor einer Schokoladenfabrik. 1964 Anklage in Bonn, aufgrund ärztlicher Gutachten jedoch für verhandlungsunfähig erklärt. gest. am 02.07.1975.

  in den Texten: 

- Das ehemalige Vernichtungslager Chełmno

 

 

 

Korherr, Richard

Leiter der Statistischen Abteilung im SS-Hauptamt

* 30. Oktober 1903 in Regensburg;  war in der Zeit des Nationalsozialismus Leiter der Statistischen Abteilung im SS-Hauptamt und erstellte 1943 den nach ihm benannten Korherr-Bericht über die „Endlösung der Judenfrage“.

Richard Korherr wurde 1903 als Sohn eines Schneidermeisters in Regensburg geboren. Er studierte ab 1922 Volkswirtschaft und Rechtswissenschaft in München und Erlangen, wo er 1926 promovierte. In seiner Dissertation thematisierte er den Geburtenrückgang, sie wurde 1927 mit dem Titel „Geburtenrückgang - Mahnruf an das deutsche Volk“ veröffentlicht. Die spätere Auflage von 1935 erschien mit einem Geleitwort Heinrich Himmlers. Im Jahre 1928 erschien sie in Rom in der italienischen Fassung unter dem Titel: „Regresso delle nascite Morte dei popoli“, Benito Mussolini und Oswald Spengler verfassten dafür je ein Vorwort.

Korherr arbeitete in einer Abteilung des Statistischen Reichsamtes und wurde angeblich „wegen öffentlichen Vorbringens nationalsozialistischer Ideen“ 1930 entlassen. Korherr war danach als Geschäftsführer eines Arbeitskreises „Heimat und Reich“ tätig und zwischen 1930 und 1933 Mitglied der Bayerischen Volkspartei: Lediglich „formal und aus taktischen Gründen“, wie Korherr später versicherte. Am 1. Januar 1934 wurde er vom Bayrischen Statistischen Landesamt übernommen (heutiges Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung). Von 1935 bis 1940 amtierte Korherr als Direktor des Statistischen Amts der Stadt Würzburg.

1935 versuchte Korherr vergeblich, seine politischen Aktivitäten während seiner Studienzeit herauszustreichen, um als „alter Kämpfer“ eingestuft zu werden. Erst 1937 erhielt Korherr die NSDAP-Mitgliedschaft. Später schlug er das Angebot aus, der SS beizutreten. Der Würzburger Kreisstellenleiter der NSDAP bemängelte, Korherr lasse sich bei politischen Veranstaltungen nie blicken, er sei „etwas menschenscheu, gereizt, empfindlich“ und eine „ängstliche Natur“.

Im März 1939 traf Korherr sich mit Himmler und übernahm ehrenamtlich Arbeiten, bei denen es um die Erstellung von Statistiken im SS-Apparat ging. Am 9. Dezember 1940 wurde Korherr zum „Leiter der Statistischen Abteilung im SS-Hauptamt“ ernannt und damit verantwortlich für die Statistik in sämtlichen Ämtern der SS. Zugleich wurde er in Personalunion „Inspekteur für Statistik beim Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei und beim Reichskommissar für die Festigung des deutschen Volkstums“. Korherr hatte bereits im Oktober 1940 seine Dienste für die „Festigung des deutschen Volkstums“ angeboten:

„Darüber hinaus würde ich eine dankenswerte persönliche Aufgabe sehen, bei der ich in stiller wissenschaftlicher Arbeit für die Praxis wirken könnte, nämlich für die Hauptabteilung I (Menscheneinsatz): Erfassung der deutschen Menschen im deutschen Lebensraum, vor allem außerhalb des Reiches, der Mischbevölkerungen, der Fremdrassigen als wissenschaftliche Vorarbeit für die Umsiedlungen…“

1943 wurde Korherr von Himmler beauftragt, einen umfassenden Bericht zur „Endlösung der Judenfrage“ anzufertigen. Himmler monierte die erste Fassung des sogenannten Korherr-Berichts, weil dort der Begriff „Sonderbehandlung“ vorkam, der als Synonym für „Tötung“ bekannt war. Korherr sollte das Wort ersetzen und mit „durchschleusen“ umschreiben. Eine Kurzfassung des Berichts wurde Adolf Hitler zur Kenntnis gebracht. Zu dieser Zeit, im Februar 1943, meldete sich Korherr freiwillig zum Dienst an die Front, doch wurde sein Gesuch abschlägig beschieden.

Zum 1. Januar 1944 wurde die Dienststelle in das Jagdschloss Thiergarten der ehemaligen Fürsten von Thurn und Taxis bei Sulzbach an der Donau in der Nähe von Regensburg verlegt und umbenannt in „Statistisch-wissenschaftliches Institut beim Reichsführer SS“. Offenbar war damit auch ein Bedeutungsverlust verbunden, denn zugleich errichtete Himmler ein „Maschinelles Zentralinstitut für die optimale Menschenerfassung und Auswertung“. Trotzdem genoss Korherr, der mit nüchternen Analysen aufwartete, weiterhin das absolute Vertrauen Himmlers und seines persönlichen Stabes.

Korherr war bis 1946 im Internierungslager. Der Korherr-Bericht lag noch nicht als Beweismittel im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor und kam erst bei den Nachfolgeprozessen zur Sprache. Richard Korherr blieb unbehelligt und behauptete: „Von den Vernichtungsaktionen hörte ich erst nach dem Zusammenbruch im Jahre 1945.“

Nach Angaben von Adolf Eichmann hatte Korherr jedoch im RSHA Einblick in alle Geheimen Reichssachen und nahm auch Kontakt zu den Leitern von Einsatzgruppen auf. Seine eigenen Formulierungen im Bericht wie „der Zusammenbruch der Judenmassen… seit den Evakuierungsmaßnahmen“ und die Anweisung Himmlers, den Begriff „Sonderbehandlung“ zu ersetzen, widerlegen seine Schutzbehauptung. Jutta Wietog befindet, allein schon die Angaben über die Sterberate in den Konzentrationslagern hätten selbst einem gutgläubigen Menschen die Augen öffnen müssen. Gegenüber Gitta Sereny erklärte Korherr 1977 freimütig, jeder in Deutschland habe gewusst, dass die Juden vergast wurden (vgl. Holocaustkenntnis von Zeitzeugen).

In der Nachkriegszeit fand Korherr Anstellung im Bundesfinanzministerium. Richard Korherr hatte Verbindung zu Karl Valentin Müller und erhielt vom Wintersemester 1959/60 bis Sommersemester 1962 einen Lehrauftrag an dessen Lehrstuhl an der Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Erlangen-Nürnberg. Als Gerald Reitlingers Buch über die „Endlösung“ seinen Bericht einer breiten Öffentlichkeit bekannt machte, wurde Korherr 1961 entlassen.

 in den Texten:

- Vernichtungsstätte Maly Trostinec

 

 

Kramer, Josef

KZ-Kommandant und SS-Hauptsturmführer (1942)

* 10.11.1906 München. Buchhalter. 1931 NSDAP, 1932 SS. Ab 1934 in Dachau. 1937/38 Adjutant in Sachsenhause, 1939 in Mauthausen, Mai 1940 in Auschwitz. April 1941 Schutzhaftlagerführer, Oktober 1942 Kommandant in Natzweiler. Ab Mai 1944 Kommandand in Auschwitz-Birkenau, ab 01.12.1944 in Bergen-Belsen, genannt - Bestie von Belsen. Kramer mordete in Natzweiler mit Blausäuregas mindestens 86 Juden für Hirts Skelettsammlung in Straßburg, am 26.07.1945 dazu befragt: "Ich habe keinerlei Rührung [sic] empfunden, während ich die Tat vollbrachte, denn ich habe den Befehl erhalten". Todesurteil brit.Militärgericht am 17.11.1945 im Belsen-Prozeß in Lüneburg. Hinrichtung am 13.12.1945 Hameln.

 in den Texten:

- Orchester im Vernichtungslager Auschwitz

 

 

Krebsbach, Eduard

KZ-Arzt und SS-Sturmbannführer (1942)

* 08.08.1894 Bonn. Ab Herbst 1941 Standortarzt Mauthausen, genannt Dr. Spritzbach, da unter seiner Führung das massenhafte "Abspritzen" kranker Häftlinge mit Herzinjektionen begann. Fordert 1941 Gaswagen an, fuhr selbst. Der Mauthausener Arztschreiber Ernst Martin:"Ein Sadist übelster Sorte." Sein Machtrausch ging so weit, dass er am 22.Mai 1943 einen Wehrmachtsurlauber wegen nächtlicher Ruhestörung vor senem Haus erschoß. Danach Seucheninspektor für das Baltikum. Dezember 1944 Betriebsarzt bei einer Kasseler Spinnerei. Todesurteil 13.05.1946 im Mauthausen-Hauptprozeß, Hinrichtung am 28.05.1947 in Landsberg.

 in den Texten:

- Mauthausen-Aufbau

 

 

Kritzinger, Friedrich

Jurist

* 14.04.1890 Grünfier/Filehne als Pfarrerssohn. 1921 im Reichsjutizministerium, 1924 im Preußischen Handelsministerium, ab 1926 Regierungs- und Ministerialrat im Reichsjustizministerium. NSDAP. 01.12.1935. 1938 Ministerialdirektor in der Reichskanzlei, 1942 als Staatssekretär der zweite Mann hinter Lammers. Teilnehmer der Wannseekonferenz am 1942 über die Endlösung der Judenfrage. 1945/1946 Internierung, Entlassung wegen Krankheit. gest. Oktober 1947 im Städt. Krankenhaus Nürnberg. Q.:Grünzinger.

 in den Texten:

- Die Sprache der Wannseekonferenz 20.Januar 1942

 

 

Kundt, Ernst

SA-Oberführer

* 15.04.1897 Böhmisch-Leipa. 1935 mit Henlein Gründer der Sudetendeutschen Partei (SdP), einer Ersatzorganisation der verbotenen NSDAP. 1939 NSDAP, MdR, Stadtkommandant (Oberbürgermeister) und 1940 Kreishauptmann (Landrat) in Tarnow. Staatssekretär im Generalgouvernement, ab Oktober 1941 Gouverneur des Distrikts Radom. Hinrichtung  am 15.02.1947 Prag-Pankraz. Q.: Diensttagebuch.

 in den Texten:

- Massenmord im ehemaligen Vernichtungslager Bogdanowka

 

 

 


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